Robert Strey


 
Robert Strey
Geboren    am 25.06.1892
Gestorben am ?
Stationen: Fliegerersatz Abteilung 4 Posen
                  Militär Fliegerschule Schneidemühl
                  Fliegerersatz Abteilung (FEA) 1
                  Armeeflugpark 13
                  Feldfliegerabteilung 69
                  Jagdstaffel 25
                  Armeeflugpark 2
                  Jagdstaffel 2 Boelcke
                  Kampfeinsitzerstaffel 1 b
                  Kampfeinsitzerstaffel 8
                  Kampfeinsitzerstaffel 7
                  Kampfeinsitzerstaffel 9
                  Fliegerersatz Abteilung 2 Schneidemühl

 

Kriegsranglistenauszug

02.08.1914 Feldart.Reg. 79
19.09.1914 Rekr. Dep. 3
01.01.1915 zum etatm. Gefreiten befördert
20.02.1915 Batl. Abwehr Zug 51 III. Res. Div.
22.03.1915 zum Unteroffizier befördert
19.09.1915 z. III. Ers. Batl.
12.12.1915 FEA 4 Posen
15.12.1915 zur Miliär Fliegerschule Schneidemühl
30.03.1916 zur FEA 2 Schneidemühl
28.06.1916 zum AFP 13
28.07.1916 zur FFA 69
02.12.1916 zur Jasta 25
18.12.1916 zum Vizefeldwebel befördert
03.03.1917 zum Offz. Asp. ernannt als Einj. Freiw. hat bei Abteiung 38 (früher 69) an dem Kurs für Res. Offz. Asp. teilgenommen
20.04.1917 zum AFP 2 z. Verwendung bei Jasta Boelcke versetzt
19.05.1917 zum Leutnant d. R. befördert gem. S. S. Kogenluft 5461 a 1 vom 23.5.1917
17.06.1917 zum AFP 2 kommandiert (Kofl.2 II 6207) gem. Kogenluft 62537 Fl. I v. 23.6.1917 dem Stofl Heim zur Vewendung bei einer Kampfeinsitzerstaffel zur Verfügung gestellt.
29.06.1917 zur Kest I b Karlsruhe versetzt
05.01.1918 zur Kest 8 Darmstadt gem. Stofl Heim I 3461
21.01.1918 zur Kest 7 ge. Verfügung Stofl Heim I 3733
20.04.1918 gem Kogenluft 175788 Fl. I. vom 17.04.1918 als Lehrer zur Jagdstaffelschule 1 versetzt
13.05.1918 gem Verf. Kogenluft Nr. 176437 Fl. I. zum Jagdgeschwader 3 versetzt und der Jagdstaffel Boelcke zugeteilt
14.07.1918 zur Kest 9
26.07.1918 gem. Kogenluft 179184 Fl. I. v. 26.07.1918 zur FEA Schneidemühl versetzt
12.08.1918 eingetroffen, Betriebsoffizier der Werft
30.11.1918 Entlassung aus der Armee


Orden und Ehrenzeichen

04.09.1916 Flugzeugführerabzeichen
10.10.1916 Eisernes Kreuz II. Klasse
20.04.1917 Eisernes Kreuz I. Klasse
28.03.1917 Silberner Ehrenbecher im Luftkampf
02.05.1917 Bulgarisches Tapferkeitskreuz IV



Persönlicher Lebenslauf von Robert Strey:

Ich, Robert Strey, wurde am 25. Juni 1892 zu Mühlheim am Rhein geboren. In Tw.-Vohwinkel, dem späteren Wohnsitz meiner Eltern, besuchte ich vier Jahre lang die Volksschule und erlangte dann auf der Realschule daselbst die Berechtigung zum einjähr. freiwill. Militärdienst. Hiernach arbeitete ich zwei Jahre lang als maschinentechnischer Volontär in der Reichsbahn-Hauptwerkstätte in Opladen und besuchte anschließend fünf Semester lang die höhere Staatslehranstalt für Maschinenbau in Wupperthal. Nach bestandener Abschlussprüfung trat ich im Jahre 1913 zwecks Spezialausbildung zum Eisenbahn-Betriebs-Ingenieur als Beamter in den Dienst der Deutschen Reichsbahn. (Reichsbahn-Werkstättenamt Osterode/Ostpreußen)

Bei Kriegsausbruch meldete ich mich am ersten Mobilmachungstage kriegsfreiwillig bei dem Feld-Artillerie-Regiment Nr. 79 in Osterode, Ostpreußen. Am 1. Januar 1915 ernannte mich das Regiment in der Heimat zum Gefreiten. Am 22. März 1915 wurde ich an der Ostfront zum etatm. Unteroffizier befördert. Infolge einer Knieverletzung, die ich mir vor Wilna zuzog und die beim Reiten immer wieder entzündend in die Erscheinung trat, meldete ich mich im Oktober 1915 freiwillig zur Fliegertruppe. Anfang Dezember 1915 wurde ich von der Fliegertruppe übernommen. Nach der Ausbildung zum Flugzeugführer in der Militär-Fliegerschule Schneidemühl wurde ich in den Jahren 1916/17 als Flugzeugführer bei der Feldfliegerabteilung 69 und der Jagdstaffel 25 an der Balkonfront verwendet. Bei der Jagdstaffel 25 wurde ich zum Vizefeldwebel befördert. Anfangs 1917 schoss ich an der Front bei Monantir in Mazedonien einige Flugzeuge ab. Zwei Abschüsse wurden anerkannt. Bei derselben Jagdstaffel erlitt ich durch Absturz mit einem Jagdflugzeuge einen Schädelbruch und eine Gehirnerschütterung. Nachdem diese Verletzung ausgeheilt erschien, wurde ich zur Jagdstaffel 2 Boelcke an die Westfront versetzt, wo ich am 19.05.1917 zum Leutnant d. R. der Fliegertruppe befördert wurde. Hier machten sich allmählich Nachwirkungen des Schädelbruches bemerkbar und ich wurde daraufhin zum Heimatluftschutz an den Rhein beordert. Kurz danach musste ich im Städt. Krankenhaus Karlsruhe an der rechten Schädelseite, die inzwischen stark vereitert war, operiert werden. Nach der Ausheilung wurde ich als Lehrer zur Jagdstaffelschule Nr. 1 nach Valenciennes kommandiert. Von hier aus meldete ich mich wieder zur Jagdstaffel Boelcke. Ende Juni 1918 musste ich die Jagdstaffel wieder verlassen, da als Folgen des Schädelbruches und der damit verbundenen Gehirnerschütterung rasche Ermüdbarkeit des Gehirns und Schwindelanfälle einsetzten. Ich wurde dann als Werftoffzier bei der Fliegerersatzabteilung 2 in Schneidemühl verwendet, die mich am 6. September 1918 zu einer Erholungskur in ein Militärkrankenhaus nach Kolberg schickte, wo mich die Revolution überraschte.

Nach meiner Entlassung aus dem Militärdienst am 26.11.1918 vollendete ich bei der Deutschen Reichsbahn meine Ausbildung zum Betriebsingenieur. Danach war ich mehrere Jahre lang als Betriebsingenieur und ca. 8 Jahre lang im Auftrag der Deutschen Reichsbahn als Abnahmeingenieur größtenteils auf Hüttenwerken der Eisen verarbeitenden Privatindustrie wie Krupp-Rheinhausen, Thyssen-Hamborn, Hütte Ruhrort-Weiderich und Henrichshütte-Hattingen tätig. Seit Ende September 1913 werde ich als techn. Beamter im Bürodienst der Reichsbahn-Direktion Wupperthal beschäftigt.

Wir haben ihn nicht vergessen. 

Der Verfasser